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ABOUT PORTRAITURE 2

basiert auf der Idee eines Kolloquiums. 

Fünf Maler:innen und eine Kunsthistorikerin sind eingeladen, gemeinsam über das Thema Porträt in der Malerei ins Gespräch zu kommen.

Mit:

Felicity Brown (Norwich, GB),

Martin Holzschuh (Frankfurt/M, Germany),

Monika Romstein (Frankfurt/M),

Britta Kadolsky (Frankfurt/M),

Carolin Kropff (Frankfurt/M) und als Gast:

Corinna Mayer (Frankfurt/M).

About Portraiture 2 ist die Fortsetzung von

About Portraiture von 2021. 

 

Bild: F. Brown dressed in her Rainbow Dress, Adam and Eve Dress on the fence somewhere in New Mexico.

Im Laufe der Jahrhunderte war die Bildnisdarstellung einem starken Wandel unterworfen. Von der Verallgemeinerung und Individualisierung bis hin zur realistischen, abstrakten und symbolischen Darstellungen bleibt es ein lebendiges und persönliches Sujet.

Das Kolloquium hat sich ins 2021 mehrfach getroffen, um über das Thema Porträt zu sprechen und zu diskutieren. Dieser Ausstausch wird hier fortgesetzt. Wir haben für AP2 die Frankfurter Malerin Corinna Meyer eingeladen, unser Gast zu sein.

AP2 erhebt keinen Anspruch auf eine vollständige Analyse und absolute Antworten. Vielmehr richtet sich das Interesse des Kolloquiums auf den gegenseitigen künstlerischen Austausch und die Entwicklung von Gedanken im Gespräch. Die künstlerische Interpretation als Methode steht dabei im Vordergrund. Intuition und Inspiration im Vergleich mit historischen Vorbildern, philosophischen und gesellschaftlichen Konzepten stehen im Mittelpunkt unserer Gespräche.

Corinna Mayer hat an der Städelschule in der Klasse von Hermann Nitsch von 1991 - 1997 studiert und war Meisterschülerin in dem Fach Interdisziplinäre Kunst. Sie schreibt:

Thema meiner Malerei ist die Beziehung und die Beziehungslosigkeit des Menschen zu den Anderen oder zu sich selbst. Die Dargestellten sind ein Spiegel dessen, was wir sind oder gleichzeitig, was wir sein könnten. Es stellt sich die Frage, nachdem, welche Rollen wir im Leben spielen. Verwurzelt in der Vergangenheit ist der Mensch durchdrungen von Sehnsüchten und Imagination. 

In meiner Malerei möchte ich gegensätzliches zusammen bringen und Ambivalenzen zulassen. Ziel meiner Malerei ist es, Bilder zu malen, die eine vielschichtige Wahrnehmung der Wirklichkeit anregt.

Felicity Brown ist eine britische Künstlerin und Fashion Designerin. Sie studierte Kunst und Textildruck an der Glasgow School of Art und dem Royal College of Art, London.

Mit ihrem Bruder Henry Brown gründete sie ihr eigenes Designer-Label und wurde Teil von NEWGEN und das ermöglichte ihr, Kollektionen in London, Paris und New York zu zeigen. Sie zeigte Arbeiten im Victoria & Albert Museum, London, im Handtaschen- museum in Seoul, und im The Fashion Project in den Bal Harbour Shops, Miami, neben Stücken von Jean Cocteau, Elsa Schiaparelli, Léon Bakst und Hussein Chalaayan. Seit 2015 arbeitet sie mit Carolin Kropff zusammen. 

 

Martin Holzschuh war Meisterschüler von Micheal Krebber an der Städelschule. Er schreibt:

Ich zeichnete auch und nicht selten war eine Zeichnung ein Auslöser, um ein neues Bild zu malen, das durch die Materialität der Farbe transformiert wird. Zusehens verdüsterten sich meine Bilder in dunkle fast abstrakte Flächen. Als dies einen Endpunkt erreichte, begann ich wieder durch Skizzen mich einer figurativen Position anzunähern. Der malerische Dialog mit Felicity, Monika und Carolin ist ein guter Anlass, um diese Neuansätze weiterzuführen.

 

Monika Romstein ist bekannt für ihre Aquarelle, Ölgemälde und Installationen, die vom Großformat bis zum Kleinformat reichen. Ihr Werk ist von einer dunklen, eindringlichen und märchenhaften Bandbreite an Referenzen geprägt und umfasst sowohl Bilder aus der häuslichen Realität als auch Landschaftselemente.

Die Figuren und Räume in den intimen Formaten der Aquarelle handeln von der Weigerung, das Diktat der Evidenz zu akzeptieren, das unseren Realitätsraum ausmacht. So tauchen in den Aquarellen Szenerien auf, die zunächst fremd und entrückt wirken, aber immer wieder auf Aspekte unserer Gegenwart und Vergangenheit verweisen. Sie hat an der Städelschule und dem Duncan of Jordanstone College of Art and Design der University of Dundee, Schottland studiert.

 

Britta Kadolsky ist Kunsthistorikerin (MA) mit Sitz in Frankfurt. Sie studierte Kunstgeschichte und Kunstpädagogik an der Goethe Universität Frankfurt, nachdem sie lange Zeit in einer Großbank gearbeitet hatte. Sie malt und zeichnet auch selbst und nähert sich der Kunst sowohl theoretisch als auch praktisch. Während des Studiums entdeckte sie ihre Liebe zum Schreiben über die Kunst und betreibt seit 2020 ihren eigenen Kunstblog ‚Was kann Kunst‘. Dort schreibt sie am liebsten über die moderne und zeitgenössische Kunst und postet regelmäßig Artikel.

 

Carolin Kropff hat an der Kunstakademie Düsseldorf (1991-1995) studiert und der Städelschule Frankfurt (1996 -1998) ihr Studium abgeschlossen. Von 1989-1991 arbeitete sie als Kostümbildassistentin und Herrenschneiderin am Theater Dortmund. 

Von 1999 - 2002 unterhielt sie Ateliers in Madrid, Spanien und 2006 - 2011 in Dubai, VAE. 2020 hat sie den STUDIOSPACE Lange Straße 31 in Frankfurt am Main gegründet. 

Mit freundlicher Unterstützung vom Kulturamt Frankfurt.

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