„“  - Cristiana de Marchi / Günter Zehetner

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Wir freuen uns sehr, die nächste Ausstellung aus der Reihe „“ ankündigen zu können, die Werke von Cristiana de Marchi (Dubai, Beirut) und Günter Zehetner (Frankfurt) präsentiert. Wir laden Sie herzlich ein in den STUDIOSPACE Lange Straße 31, Frankfurt am Main, Oktober/November. (Der genaue Termin wird in Kürze bekannt gegeben.)

 

In der fortlaufenden Reihe „“ werden im Vorraum des STUDIOSPACE Lange Straße 31 zwei künstlerische Positionen einander gegenübergestellt. Die Künstler reagieren direkt auf ausgewählte Werke oder es werden bereits vorhandene Arbeiten zusammengeführt. Diese beiden „unterschiedlichen" Positionen begegnen sich für eine begrenzte Zeit in einem festgelegten Raum. In einem Dialog treten die Werke entweder harmonisch in Resonanz oder prallen aufeinander. 

In diesem Diskussionsforum werden weitere „Paare" zusammengeführt. Die Diskussion wird entweder in den Hintergrund treten oder den Dialog weiter vorantreiben.

 

In Oktober, November 2021, präsentiert der STUDIOSPACE Lange Straße 31 Werke der Künstler

Cristina de March und Günter Zehetner.

Die vorliegende Ausgabe von "Pairings" bringt Cristiana de Marchi und Günter Zehetner zusammen - zwei Künstler, die schreiben, oder anders gesagt, zwei Schriftsteller, die mit Licht zeichnen - und reflektiert nicht nur über die vielschichtige Natur des kreativen Ausdrucks, sondern auch über das Potenzial, Korrespondenzen herzustellen und aufrechtzuerhalten, die den Teilnehmern selbst offenbarende Momente bieten.
Indem sie sowohl an sich selbst als auch an den anderen schreiben, offenbaren de Marchi und Zehetner eine leidenschaftliche Verbundenheit mit ihren jeweiligen Praktiken, während sie gleichzeitig die potenziellen Überschneidungen von Themen und Formen der Manifestation ihrer persönlichen Universen erkunden. Die ursprüngliche Korrespondenz wird zum Vorwand, da sie eine tiefere Bedeutung des Substantivs offenbart: Nicht nur die Worte, die in schriftlicher Form ausgetauscht werden, schaffen eine Korrespondenz, sondern vor allem der Gleichklang zwischen den beiden, da sie die Intimität ihrer täglichen Übung wagen und offenlegen.

"Fadesse klingt vertraut in seiner portugiesischen Trostlosigkeit, in der Morbidität eines Verlustes, den man geschehen lässt. 
Nicht eine Ordnung, nicht eine Richtung, nicht die Sauberkeit einer aufgezwungenen Struktur, sondern das Entgleiten, das Abgleiten eines nicht so gut gehüteten Geheimnisses, eines vergangenen Wunsches. [...]
Ich weiß, dass ich an jenem Tag, dem 25. November, geschrieben habe. Ich schreibe immer an ungeraden Tagen, oder ich tue so, als ob. Gedanken für ungerade Tage, Tagebücher der Ungereimtheit, Notizen wie Depeschen, Kriegstagebücher eines Eigensinns, der den Posten hält, entlang einer vergessenen Grenze " . (Cristiana de Marchi)

Cristiana de Marchi, aus einem Brief an Günter Zehetner, 3. Dezember 2020

"Schreibst du regelmäßig Gedichte? Jeden Tag oder einige in einer Woche? Ich mache jeden Tag Zeichnungen, und die sind irgendwie wie Gedichte, sie stellen innere Zustände dar, wie deine Gedichte. [...] Wie ich schon sagte, ich mache sie jeden Tag, sie sind einfach, roh und irgendwie Art Brut. Sie kommen direkt heraus, es dauert nicht länger als 2 bis 5 Minuten, sie zu vollenden, und sie bekommen alle einen Titel. Sie sind irgendwie grob, roh, aber auch zart und oft sexuell konnotiert. Ich würde sie gerne gemeinsam an der Wand sehen. Sie haben beide eine innere Welt in sich, beide haben ihre eigene, sehr persönliche Syntax. Der Gebrauch von Sprache und Zeichnung folgt ihren eigenen, persönlichen Gesetzmäßigkeiten und nicht den üblichen Regeln." . (Günter Zehetner)
Günter Zehetner, aus einem Brief an Cristiana de Marchi, 21. Januar 2021

Über die Werke:

Cristiana de Marchi, Thoughts for odd days, 2018-fortlaufend.
Auszüge aus Cristiana de Marchis Thoughts for odd days begleiten die Präsentation einer Auswahl von Kurzvideos, die auf fiktiven Korrespondenzen basieren und so den Begriff der Dualität erweitern und eine voyeuristische Komponente in die Intimität eines Austauschs von Eindrücken, Erinnerungen und existenziellen Angoissen einführen.

Günter Zehetner, Zeichnungen, 2020-2021. Papier, Tusche und Farbstift auf Papier, cm 21 x 29,7
Mit einer Auswahl von Zehetners täglichen Zeichnungen, die alle bewusst in einem extrem kurzen Zeitrahmen entstanden sind, reflektiert der Künstler und Schriftsteller über Parallelen zwischen den beiden Praktiken und stellt seine Zeichnungen fast als visuelle Übersetzungen des automatischen Schreibens vor.

Vorherige „Paare" waren:

Jens Lehmann / Paul Zita. Text: Nicoletta Danila

Cristiana de Marchi / Susanne Schwieter. Text: Angelica Horn

Vroni Schwegler / Alex Katz. Text: Angelica Horn

Hannes Norberg / Peter Roehr. Text: Angelica Horn

Martin Holzschuh / Mohammed Ahmed Ibrahim. Text: Cristiana de Marchi

Anja Conrad & Lucas Fastabend. Text Angelica Horn

Susan Donath & Vroni Schwegler. Text Dr. Sonja Müller

Michael Klipphahn & Anna Nero. Text Angelica Horn

Hassan Sharif & Carolin Kropff. Text Cristiana de Marchi, Angelica Horn

Mohammed Kazem & Ekrem Yalcindag, Text: Cristiana de Marchi, Angelica Horn.

 

Demnächst:

Ausstellungen für 2022 sind in Vorbereitung.

Die Ausstellung wird freundlicherweise vom Kulturamt Frankfurt unterstützt.

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