About Drawing About Portraiture

Aktualisiert: 20. Okt. 2021



Wir haben uns gestern Abend zum vorletzten Mal getroffen. Wir wollten unser Gespräch über das Porträt in der Malerei fortsetzen, und ich wollte meine Ausstellungsidee für den 30. Oktober 2021 vorstellen. Ich hatte ein Zeichenheft dabei und einen Bleistift, falls wir uns - wider Erwarten - gegenseitig zeichnen wollten. Wir hatten die Idee immer wieder zur Sprache gebracht. Wir haben nicht gezeichnet. Dieses gegenseitige Zeichnen hätte durchaus eine künstlerische Methode sein können, sich mit dem Thema Porträt in der Malerei auseinanderzusetzen, und die Tatsache, dass wir darauf verzichtet haben, ist an sich schon eine Aussage über unser About Portraiture.

Der Blickwinkel, aus dem wir das Thema betrachten, kann unendlich weit gefasst werden. Das eigene künstlerische Selbstverständnis füllt den "Denkraum" und setzt die Grenzen.

Können wir Schnittmengen finden? In vielen Punkten ja, in vielen Punkten eher nicht, schon gar nicht in der überlieferten und vielleicht als naiv oder 'unwissenschaftlichen' Methode des "Lass-uns-einander-malen/zeichnen". Hier rückte eine Überlegung in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit- die wir hin und her geschoben haben und die zu widersprüchlichen Aussagen geführt hat - die Überlegung, wo die Sprache als Wortsprache ihre Kompetenz verliert und die Malerei mit Farbe, Linie und Fläche als Sprache etwas bezeichnet, das nur außerhalb der Begriffsbildung erfahrbar ist. Monika sagte, dass Malerei nicht einfach mit dem Lasso eingefangen werden kann.

Für mich sind die Fragen, die wir gestellt haben, zugleich die Antworten. Auch wenn wir die Fragen-Antworten nicht eindeutig auf eine Bedeutungsebenen runter-rechnen können.

Ich bin gespannt, was Britta schreiben wird.

Meine Ausstellungsidee gefällt mir nach wie vor, und sie ist auf keinen Widerstand gestoßen. Ich bin gespannt, wie sie am Ende aussehen wird.

Es gab den Wunsch, den Titel zu ändern. Die Ausstellung könnte auch heißen:

About Painting.



We met last night for the penultimate time. We wanted to continue our conversation about the portrait in painting, and I wanted to present my exhibition idea. I had a drawing book with me and a pencil in case - contrary to expectations - we wanted to draw each other. We had brought up the idea again and again. We did not draw. This mutual drawing could well have been an artistic way of dealing with the subject of Portraiture in painting, and the fact that we refrained from it is in itself a statement about our About Portraiture.

The angle from which one can approach the subject can be infinitely broad; one's own artistic self-image fills the "thinking space" and sets the boundaries. Can we find intersections? In many points, yes, in many points rather not, certainly not in the traditional and perhaps perceived as naive or half-baked method of "let's paint/draw each other". Here a consideration moves into the centre of attention- which we have pushed back and forth and which has led to contradictory statements- the consideration where language as word language loses its competence and painting with colour and surface as language signifies something that can only be experienced outside of concept formation. Monika said that painting cannot simply be lassoed. For me, the questions we asked are also the answers. Even if we couldn't clearly boil the answers down to one level of meaning.

I am curious to read what Britta will write.

I still like my exhibition idea, and it has met with no resistance. I am curious to see what it will look like in the end.

There was a request to change the title. The exhibition's title could be as well:

About Painting

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