About Portraiture - some thoughts



Eva, 6 Jahre alt


Es ist einige Zeit verstrichen - bevor ich sie finde und ich mich hinsetze, jetzt nach dem Abendessen, in einem ruhigen Moment, um - wie angekündigt - über About Portraiture ein paar Zeilen zu schreiben.

About Portraiture – das große Thema in der Malerei. War der Wunsch, Menschen darzustellen, eine Hilfe sich an sie zu erinnern, ihr Anfang? Ich mag das gerne glauben. Didi Hubermann hat die Malerei leibhaftig genannt und über Haut geschrieben, als ein Organ, die Abgrenzung zur Umgebung, dabei den Körper genau und zugleich organisch umschreibt, klar und weich. Rubens konnte die Idee von Haut anschaulich machen mit malerischen Mitteln. Und aus der Perspektive der Malerin, ein Gegenüber zu malen, ein jemand, der, die wie ich in dieser Welt steht, als Mensch, wie ich, lässt mich anders engagieren, als ich zb mit einem Tisch, den ich malen möchte, mich engagieren möchte. Was passiert auf dem Weg vom Auge zum Gegenüber, zu den Farben auf der Palette, den Pinsel in der Hand zur Leinwand? Was passiert in der Bewegung mit dem ganzen Wissen - dem Wissen um die Interaction of Color, die Anatomie, um Kunstgeschichte, Rubens, der eigenen Lebenserfahrungen, dem Wissen über Kritik an der figurativen Malerei, dem Wissen, dass in Frankfurt andere Standards gesetzt werden als zum Beispiel in Dubai? Wie drückt sich das Verhältnis zum Gesehenen, Erlebten, zum Wissen und zum Gegenüber malerisch aus?

Wir setzen uns bald zusammen, um weiter zu diskutieren und auch zu zeichnen. Das geht jetzt, nur dass Felicity nicht dazukommen kann. Das Reisen aus den UK ist immer noch viel zu kompliziert. Der Brexit macht es nicht einfacher.

Wir treffen uns aber nicht im Atelier, sondern in einer Kneipe. So kommt Felicity mit an den Tisch. Sie erzählte mir von einem Pub in Norwich, in dem Akt gezeichnet wurde.

Und ich habe eine gute Idee für den Ausstellungsabend. Ich hoffe, dass sie allen Beteiligten gefallen wird.


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