Research in textile processes and history


My first card woven band



Over the past few months, I have spent a lot of time understanding textiles, their vocabulary of forms, manual manufacturing processes, and cultural and socio-environmental backgrounds.

With my preparation for Hassan Sharif's hommage, I feel encouraged to spend even more time researching textiles' processes and backgrounds.

It began three years ago with the disassembly and reassembly of fabrics, which find expression in patchwork, quilts. Quilts alone exert endless fascination and allow endless variations. The door is opened for a concept called surface design in general and, for example, weaving in particular.


I've always wanted to know how things were made in the old days. So I started to understand band and card weaving, and I'm waiting for books on backstrap looms, reading one on shibori weaving and so on. Weaving points to spinning. I still have that completely ahead of me. And it points to printing, too, dyeing, painting, sewing and tailoring. Some plants provide colour for dyeing. Paper stencils are made on which the screen is glued, the Japanese katazome. In the old days, they used a net made of hair for that. A rice paste also comes into play, a resist process, as in batik, where we are back at shibori, which points to hand sewing, pattern, folk-costumes, sashiko, darning, patching and embroidery. From here, it is not far to think about the impact of fast fashion and our relationship to a material that is so closely interwoven into our daily lives that we hardly recognise its value.

Slow Movement, Slow Fashion can be the answer, no-waste and re-fashion. And we see patchwork reappearing in front of our eyes and with ii quilting, pattern making, surface design. In between the lines we find stories about women and some men, who have clothed and warmed their children with their textile work. They make and made textiles in and for their community. Traditions become visible, the passing on knowledge, the Lady Rainbow or Chac Chel, the goddess of the Mayas. Craftivists, Textile Art, Pattern & Decoration Movement, the status of textiles, their material quality and their interpretation in fine arts are also present as themes. Although exhibited, textile art is often sorted out or separated from the leading discourse as utility design or disrespectfully women's art.



Stabweben


In den letzten Monaten habe ich viel Zeit damit verbracht, Textilien, ihr Formenvokabular, ihre manuellen Herstellungsprozesse sowie ihre kulturellen und sozial-ökologischen Hintergründe zu verstehen.

Mit meiner Vorbereitung auf Hassan Sharifs Hommage fühle ich mich ermutigt, noch mehr Zeit mit der Erforschung der Prozesse und Hintergründe von Textilien zu verbringen.

Es begann vor drei Jahren mit dem Auseinandernehmen und Wiederzusammensetzen von Stoffen, die ihren Ausdruck in Patchwork, Quilts, finden. Quilts allein üben eine unendliche Faszination aus und erlauben endlose Variationen. Damit ist die Tür geöffnet für Surface Design im Allgemeinen und zum Beispiel das Weben im Besonderen.

Hassan Sharif hat von seiner Praxis als Weben gesprochen. Er meinte dazu: „ Die Schaffung dieser Werke erfordert sehr einfaches Handwerk, das gleichzeitig repetitiv und nicht repetitiv ist. Ich halte mich von komplizierter Technik fern und habe keine Geheimnisse, daher ist dies eigentlich etwas, das jeder tun kann. Daher habe ich den Begriff 'Weben' gewählt, das weder anstrengende körperliche Aktivität noch einzigartige Fähigkeiten beansprucht. Alles, was benötigt wird, ist ein Paar Hände und ein minimaler Aufwand. “

Ich wollte schon immer wissen, wie die Dinge in den alten Zeiten gemacht wurden. Also habe ich angefangen, das Band- und Kartenweben zu lernen, und ich warte auf Bücher über Rückengurtwebstühle, lese eines über Shibori-Weben und so weiter. Das Weben weist auf das Spinnen. Das habe ich noch komplett vor mir. Und Weben deutet auch auf Drucken, Färben, Malen, Nähen und Schneidern. Manche Pflanzen liefern Farbe zum Färben. Es werden Papierschablonen hergestellt, auf die ein 'Sieb' geklebt wird, das japanische Katazome. Früher benutzte man dafür ein Netz aus Haaren. Auch eine Reispaste kommt ins Spiel, ein Resist-Verfahren, wie bei der Batik, wo wir wieder bei Shibori sind, was auf Handnähen, Muster, Trachten, Sashiko, Stopf-, Flick- und Stickarbeiten hinweist. Von hier aus ist es nicht weit, über die Auswirkungen von Fast Fashion und unser Verhältnis zu einem Material und seine industrialisierten Herstellungsverfahren nachzudenken, ein Material, das so billig zu kaufen ist und so eng mit unserem Alltag verwoben ist, dass wir seinen Wert kaum noch erkennen.

Slow Movement, Slow Fashion kann die Antwort sein, No-Waste und Re-Fashion. Und wir sehen Patchwork vor unseren Augen wieder auftauchen und damit Quilten, Mustermachen, Surface Design. Zwischen den Zeilen finden wir Geschichten über Frauen und die einiger Männer, die mit ihrer Textilarbeit ihre Kinder gekleidet und gewärmt haben. Sie machen und fertigten Textilien in und für ihre Gemeinschaft. Traditionen werden sichtbar, die Weitergabe von Wissen, die Lady Rainbow oder Chac Chel, die Göttin der Mayas, The Freedom Quilt.

Craftivists, Textile Art, Pattern & Decoration Movement, der Status von Textilien, ihre Materialqualität und ihre Interpretation im Feld der bildenden Kunst sind ebenfalls als Themen präsent. Obwohl ausgestellt, wird Textilkunst oft als Gebrauchsdesign oder respektlos als Frauenkunst aus dem führenden Diskurs in der Kunst aussortiert oder ausgegrenzt.

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