ReRe-Fashion/Visible Mending

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Im Familienzentrum Quellenpark

Johannes Gutenberg Straße 13a (1. Stock),

61118 Bad Vilbel

There is a crack in everything, that’s how the light gets in.

Leonard Cohen

In der TEXTILWERKSTATT Re-Fashion/Visible Mending kannst Du Deine Lieblingsstücke reparieren, personalisieren, Ideen entwickeln und gemeinsam mit anderen Erfahrungen sammeln.
Das Reparieren und Personalisieren von Kleidungsstücken kann viele Formen annehmen, vom einfachen Stopfen - sichtbarem Ausbessern (Visible Mending), Sticken und Patchwork und Kombinationen davon. Der Prozess ist langsam und macht in Gemeinschaft mehr Spaß. Er erlaubt uns, innezuhalten und zu entschleunigen. Wir lernen durch Erfahrung und mit ihr können wir in Zukunft aufwändigere Textilprojekte machen, die nachhaltig sind.

Textiles Gestalten mit wiederverwerteten Materialien

Wir sprechen dabei über die kreativen Möglichkeiten, Nutzen, Dekoration und 'Fehlermachen', Chance und den gemeinsamen nachhaltigen und sozial verträglichen Umgang mit Textilien im Kontext von Fashion, Fashion Revolution und Slow Stitching.

Keine Vorkenntnisse nötig! Lust am Experimentieren und Geduld sind hilfreich.

Solange es Kleidung gibt, gibt es auch geflickte und wiederverwendete Stoffe.
Seitdem Stoff in unvorstellbar großen Mengen billig produziert wird, haben wir das Ausbessern und Wiederverwenden aus den Augen verloren. Aber mit steigendem Bewusstsein über den enormen negativen Auswirkungen auf die Umwelt und die oft miserablen Arbeitsbedingungen in den Textilfabriken hat das Interesse am Flicken wieder zugenommen. Heute sind reparierte und personalisierte Kleidungsstücke aktuelle Zeugnisse eines modernen Zeitgeistes, ein Ausdruck für den Wunsch nach einer nachhaltigen Gesellschaft.
Wenn wir unsere Kleidung tragen, werden sie auf natürliche Weise mit den Geschichten unseres Lebens durchtränkt. Erinnerungen werden Teil der Erfahrung mit unseren Kleidungsstücken. Wie die Lachfalten in einem reifen Gesicht von Lebenserfahrung sprechen, sind Risse und Flecken ein Zeugnis für etwas, das wir beim Tragen der Stücke erlebt haben. Alle diese zarten, mit der Zeit abgenutzten Stoffgeschichten sind wie eine Aufzeichnung, ein Abdruck unseres Lebens.

In Anlehnung an Kulturen wie Indien und Japan, wo die Praxis des Flickens immer ein Teil des täglichen Lebens war, reparieren und personalisieren wir unsere abgetragene Kleidung. Das Reparieren bringt die Genugtuung mit sich, dass unsere Kleidungsstücke lebendig und gesund bleiben und nicht in den Abfallkreislauf gelangen.

Grundzüge der offenen Treffen:

Wir bringen unsere liebgewonnenen Kleidungsstücke mit, oder solche, die wir lange nicht mehr getragen haben und irgendwie immer noch okay finden. Auch alles was Löcher hat und uns nicht so besonders gefällt, aber ein witziges Muster, eine interessante Farbe hat, handgemacht ist oder einfach eine gute Stoffqualität hat, ist willkommen. Wir können sie tauschen und für andere bereitstellen.

Wir lassen uns inspirieren vom japanischen Boro und Sashiko, südamerikanischen Tenango Stickerei, der europäischen Berliner Wollstickerei und so fort. Wir lernen Stickstiche wie den Rückstich, Ketten -, den Knopfloch- und Plattstich. Wir designen unsere Motive, machen Erfahrungen mit Textur und Farbkombinationen. Wir können uns dabei über den meditativen Aspekt des Slow Stitching und nachhaltige Ideen von Re-Fashion austauschen, während wir unserer Hand beim Sticken beobachten, wie langsam die Muster und Strukturen entstehen. Wir lernen auch voneinander, zum Beispiel von Teilnehmer:innen, die sich in Sticktraditionen ihres Heimatlandes auskennen.

Wir lernen mehr über Patchwork und Flicken und können Applikationen zur Gestaltung ausprobieren.

Wir können auch 'erzählerisch' reparieren. Beim 'Narrative Mending' fügen wir den Kleidungsstücken eine kleine ‚Geschichte‘ hinzu, während wir den kaputten Stoff reparieren, indem wir zum Beispiel figurative Bildelemente durch Sticken hinzufügen. Mit der Zeit wird die Geschichte unseres Kleidungsstücks vielschichtiger. Aus unserem Kleidungsstück wird ein visuelles Tagebuch.

So besprechen wir neben den handwerklichen Möglichkeiten auch, wie man Design- oder figurative Elemente beim Flicken hinzufügt. Wir gehen verspielt und auf persönliche Weise mit den Löchern und Ausfransungen um, und sehen sie nicht einfach als Dinge, die repariert werden müssen, sondern als Möglichkeiten, die persönliche Geschichte kreative zum Leben zu erwecken.

 

Ganz nebenbei lernen wir wesentliche Aspekte des Textildesigns kennen, der Achtsamkeit und des nachhaltigen Umgangs mit Material, Stich für Stich, in Gemeinschaft mit anderen und das mit minimalen Kosten.

 

Materialien, Werkzeuge und Garne:

Textilien: Liebgewonnene Kleidungsstücke und Stoffe;

Scheren: eine kleine Fadenschere, eine Stoffschere;

Nadeln: mit denen wir gut arbeiten können, wie Stopf- und Sticknadeln, Näh- und Quiltnadeln;

Nähring oder Fingerhut leisten gute Dienste;

Garne: das können Stick-, Stopf- und Nähgarne sein, aber auch gröbere Garne, und was zu Hause schon vorhanden ist. Auf Ebay Kleinanzeigen findet man immer mal wieder günstige Angebote; Empfehlung: auf Lichtechtheit und Waschtauglichkeit achten.

Stickrahmen sind nützlich;

Stoff-Stifte zum Anzeichnen;

Papier und Stift zum Musterentwerfen.

Vorhanden:

Schneideunterlage, Schablonen für Patchwork;

Bücher zu dem Thema

Freitags : 9:30 - 11:30 - im Wechsel mit Offene Treffen Quilting Bee.

Telefon: 0049 1727774367 •

Email: carokropff@posteo.net

 

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