QuTextilwerkstatt - Bad Vilbel

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Im Familienzentrum Quellenpark

Johannes Gutenberg Straße 13a (1. Stock),

61118 Bad Vilbel

Quilting Bee & Re-Fashion/Upcycling

 

Von einem Ort der Verbundenheit
Wo sich Textilkunst und Gemeinschaft treffen.

 

Im Quilting Bee gestalten wir mit schon vorhandenen Stoffen, mit Nadel und Faden neue Quilts für eine nachhaltige und solidarische Zukunft. Je nach eigenem Wunsch und Selbstverständnis entwerfen wir die Designs und orientieren uns dabei an vorhanden Blockmustern oder gestalten frei. Die Einführung in den Umgang mit Nadel und Faden (Fingerhut/Nähring), Cutter und Schere wird begleitet von dem Vorstellen von der Geschichte von Quilts, ihren sozialen, künstlerischen Wurzeln und klassischen und zeitgenössischen Beispielen. Quilts existieren im Raum zwischen der praktischen  Notwendigkeit und dem kreativen Dekorativem, dem Individuellen und dem Gemeinschaftlichen.

 

In der Textilwerkstatt Re-Fashion/Upcycling werden Lieblingsstücke repariert und personalisiert. Das Reparieren und Personalisieren von Kleidungsstücken kann viele Formen annehmen, vom einfachen Stopfen - sichtbarem Ausbessern (Visible Mending), Sticken und Patchwork und Kombinationen davon. Der Prozess ist langsam und macht in Gemeinschaft mehr Spaß. Er erlaubt, innezuhalten und zu entschleunigen. Mit der Erfahrung können in Zukunft aufwändigere Textilprojekte umgesetzt werden, die nachhaltig sind.


 

Heute sind Quilts und reparierte und personalisierte Kleidungsstücke aktuelle Zeugnisse eines modernen Zeitgeistes, ein Ausdruck für den Wunsch nach einer nachhaltigen Gesellschaft. Das Nähen mit der Hand hat meditativen Charakter und lässt uns in unserer schnelllebigen Zeit innehalten. Wir schenken uns und anderen Zeit.

FREITAG MORGENS: 9:30 - 11: 30

 

Eine Anmeldung ist nötig. Bitte schreiben Sie mir mindestens einen Tag vor dem nächsten Treffen:

carokropff@gmail.com oder rufen Sie mich an: 01727774367

 

Die ersten zwei Stunden sind zum Reinschnuppern und kostenlos.

Um meine Unkosten zu decken, bitte ich um einen Beitrag von mindestens 5 Euros pro Kommen, je nach deiner Einkommenslage auch gern 10 Euros - plus.

Ein Euro davon wird für das Pflanzen von Bäumen gesammelt, z.B. für die Not-Profit Organisation mit Sitz in Heidelberg, den Green Forest Fund: https://www.greenforestfund.de/

Mehr Information:

Welche Materialien verwenden wir:

Solange es Kleidung gibt, gibt es auch geflickten und wiederverwendeten Stoff.  Seitdem Stoff in unvorstellbar großen Mengen billig produziert wird, haben wir das Wiederverwenden und Ausbessern und aus den Augen verloren. Mit steigendem Bewusstsein über den enormen negativen Auswirkungen auf die Umwelt und die oft miserablen Arbeitsbedingungen in den Textilfabriken erfährt das Weiterverwenden eine moderne Renaissance. Wir fragen uns, was wir schon haben, was wir mit anderen teilen wollen und was wir damit machen können.

Wenn wir unsere Kleidung tragen, werden sie auf natürliche Weise mit den Geschichten unseres Lebens durchtränkt. Erinnerungen werden Teil der Erfahrung und werden unsichtbar Teil unserer Kleidungsstücke. Dies unterscheidet schon benutzte Stoffe von unpersönlicher neuer Massenmeterware. Jede Notwendigkeit, die Menschen zum Wiederverwerten von vorhanden Stoffen angeleitet hatte, mündete in einzigartige Kulturtechniken. Zum Beispiel schufen die  Schwed:innen aus ‚Lumpen‘ Flickenteppiche, die als Weltkulturerbe ausgezeichnet sind, die Japaner:innen mit ewigen Stopfen, Patchen, Stopfen die Boros, die Kultstatus haben und die Amerikaner:innen mit Patchwork die Quilts, die einen irren Boom erleben.
Wenn wir unsere Kleidung tragen, werden sie auf natürliche Weise mit den Geschichten unseres Lebens durchtränkt. Erinnerungen werden Teil unserer Kleidungsstücke. Wie die Lachfalten in einem reifen Gesicht von Lebenserfahrung sprechen, sind Risse und Flecken ein Zeugnis für etwas, das wir beim Tragen der Stücke erlebt haben. Alle diese zarten, mit der Zeit abgenutzten Stoffgeschichten sind wie eine wertvolle Aufzeichnung, ein Abdruck unseres Lebens.

In Anlehnung an Kulturen wie den USA (Patchwork/Quilten), Japan, wo die Praxis des Wieder- und Weiterverwendens und Flickens immer ein Teil des täglichen Lebens war (Sashiko), machen wir Quilts und reparieren und personalisieren wir unsere abgetragene Kleidung.

 

Das Wieder und Weiterverwenden bringt die Freude mit sich, dass unsere liebgewonnenen Kleidungsstücke lebendig und benutzt bleiben und nicht in den Abfallkreislauf gelangen. Die Kosten sind minimal . Jed:er kann mitmachen!

Über die Quilting Bees:

Was sind Quilts:

Ein Quilt ist das englische Wort für Steppdecke, also ein Stück das aus mindestens zwei, aber in der Regel drei Lagen Stoff besteht: dem dekorativen Oberstoff, der warmen Füllung, bevorzugt aus Baumwolle, Wolle oder Bamusfasern und dem Unterstoff. Das Quilten bezeichnet das Zusammennähen dieser Lagen, so dass sie als Decke zusammenhalten und gewaschen werden können. Der Oberstoff wird oft als Patchwork zusammengesetzt, wobei die Muster, die dabei entstehen, ihren dekorativen Wert ausmachen.

Wir sprechen von Quilts und nicht so gern von Steppdecken, weil das Quilten/Patchwork von Einwandern in Amerika kultiviert wurde und heute wieder sehr populär ist, d.h. viele Anleitungen sind auf englisch und die Maße der Schablonen und Lineale gern in Inch und dementsprechend in den deutschen Wortgebrauch übernommen. Das Herstellen von Quilts geht aber viel weiter in der Zeit zurück.

 

Was sind Quilting Bees?

Ein Bee bezeichnet eine Zusammenkunft, um gemeinsam an größeren Projekten zu arbeiten. Quilting Bees sind also Treffen, um gemeinsam zu handarbeiten. Wenn das Patchwork auch gern abends zu Hause ‚allein‘ gemacht wird, trafen und treffen sich die Quilter:innen, um gemeinsam und der Reihe nach, die Lagen zu Quilten.

In unserem Quilting Bee treffen wir uns, um uns kennenzulernen, um Gleichgesinnte zu finden, um uns gegenseitig zu unterstützen und zu inspirieren und voneinander zu lernen.

Für wen machen wir Quilts?

Wir machen Quilts gern für andere und zu verschiedenen Anlässen. Zum Beispiel, um zur Hochzeit zu gratulieren, ein Baby willkommen zu heißen, oder von einem Verstorbenen Abschied zu nehmen, um unserer Freundschaft Ausdruck zu geben und einfach, weil wir eine Krabbel-Decke oder einen Bettüberwurf brauchen, weil Quilten Spaß macht und wir vielleicht eine Alternative zur Schnelllebigkeit und zur Massenware suchen.

In den Offenen Treffen – Quilting Bee  erfinden wir improvisierte Blöcke oder orientieren uns an traditionellen Patchwork-Mustern. Re-Use, Slow-Stitching und das gemeinsame Machen sind hier wichtig. Der Fokus ist auf den Prozess gerichtet und nicht auf Perfektion. Wir erfahren dabei viel über uns selbst, wie wir zum Beispiel mit unserer Kreativität umgehen  und was die Langsamkeit des Prozesses mit uns macht. Das Nähen mit der Hand braucht Zeit und Geduld, die Wiederholung ist meditativ. Wir schenken uns beim Machen Zeit. Wir machen Quilts also auch für uns selbst.

 

Auf welche Techniken und Muster können wir uns beziehen:

Wir lassen uns inspirieren vom englischen Paper-Piecing, klassischen Mustern wie dem irischen Manx,  Log Cabin, Dresden Plate, Diamond Block und freien Appliqué Blöcken. Wir legen die Farbpalette fest, die ein einfaches Hell-Dunkel Spiel sein kann und bauen unseren Quilt blogweise auf. Wir nähen mit der Hand.

Das englische Paper-Piecing ist eine Methode, bei der Schablonen aus Papier geschnitten werden, um die herum der Stoff gelegt wird, um der Form, zum Beispiel einem Hexagon, Halt zu geben. Grandmother‘s Flower Garden ist ein berühmtes Muster, dass so hergestellt wird. Das Paper-Piecing lässt individuelle Unterteilungen zu, und ein einfacher Einstieg.

Das irische Manx ist eine sehr handliche Weise, wie Schritt-für Schritt mit dem Log Cabin Muster gespielt werden kann. Log Cabin wird aus unterschiedlich langen Streifen gebaut und die Dresden Plate sieht aus wie stark stilisierte Blüten.

Figurative Arbeiten mit Appliqué sind individuell und können kleine Geschichten erzählen, oder Muster, Formen und Buchstaben zeigen. Die berühmten Storyquilts von Harriet Powers können hier die Inspirationsquelle sein.

Alle Möglichkeiten sind einfach zu erlernen und bieten doch viele Gestaltungsvariationen.

Es sind keine Vorkenntnisse nötig.

Geduld, Neugierde und die Freude am gemeinsamen Tun sind hilfreich. Mit dem Meistern von Nadel und Faden lernen Sie ganz nebenbei alles, was gebraucht wird, um Kleidungstücke zu individualisieren und ihnen ein längeres Leben zu geben, wie zum Beispiel mit Sticken, Patchen und visible Mending, dem schmuckhaftem Stopfen.

Bitte mitbringen: Quilting Bee

Lust und Neugierde und idealerweise

eigene Ideen, oder lassen Sie sich vor Ort inspirieren und:

Textilien: Liebgewonnene Kleidungsstücke und Stoffe – zum ersten Treffen sind Stoffe vorhanden;

eigene Stoff-Faden-Scheren und Cutter sind nützlich – zum ersten Treffen stehen Werkzeuge bereit;

Schneideunterlagen und Rollschneider - zum ersten Treffen stehen sie bereit;

Nadeln: mit denen wir gut arbeiten können, Näh- und Quiltnadeln - zum ersten Treffen sind Nadeln vorhanden;

Nähring oder Fingerhut sind beim Quilten sehr hilfreich;

Garne: Näh- Quiltgarne, falls gestickt werden soll auch Stickgarne - zum ersten Treffen sind Garne vorhanden;

Papier und Stift zum Musterentwerfen;

Später: Vlies zum Quilten (z.B. Baumwoll- Bambus- Wollvlies)

Später: Textil-Stift für das Übertragen der Quiltmuster, Appliqué;

Später: Quiltrahmen, optional.

 

Über Re-Fashion/Upcycling

Grundzüge der offenen Treffen:

Wir lassen uns inspirieren vom japanischen Boro und Sashiko, südamerikanischen Tenango Stickerei, der europäischen Berliner Wollstickerei und so fort. Wir lernen Stickstiche wie den Rückstich, Ketten -, den Knopfloch- und Plattstich. Wir designen unsere Motive, machen Erfahrungen mit Textur und Farbkombinationen. Wir können uns dabei über den meditativen Aspekt des Slow Stitching und nachhaltige Ideen von Re-Fashion austauschen, während wir unserer Hand beim Sticken beobachten, wie langsam die Muster und Strukturen entstehen. Wir lernen auch voneinander, zum Beispiel von Teilnehmer:innen, die sich in Sticktraditionen ihres Heimatlandes auskennen. Wir lernen mehr über Patchwork und Flicken und können Applikationen zur Gestaltung ausprobieren.

Wir können auch 'erzählerisch' reparieren. Beim 'Narrative Mending' fügen wir den Kleidungsstücken eine kleine ‚Geschichte‘ hinzu, während wir den kaputten Stoff reparieren, indem wir zum Beispiel figurative Bildelemente durch Sticken hinzufügen. Mit der Zeit wird die Geschichte unseres Kleidungsstücks vielschichtiger. Aus unserem Kleidungsstück wird ein visuelles Tagebuch.

So besprechen wir neben den handwerklichen Möglichkeiten auch, wie man Design- oder figurative Elemente beim Flicken hinzufügt. Wir gehen verspielt und auf persönliche Weise mit den Löchern und Ausfransungen um, und sehen sie nicht einfach als Dinge, die repariert werden müssen, sondern als Möglichkeiten, die persönliche Geschichte kreative zum Leben zu erwecken.

Ganz nebenbei lernen wir wesentliche Aspekte des Textildesigns kennen, der Achtsamkeit und des nachhaltigen Umgangs mit Material, Stich für Stich, in Gemeinschaft mit anderen und das mit minimalen Kosten.

 

Es sind keine Vorkenntnisse nötig.

Geduld, Neugierde und die Freude am gemeinsamen Tun sind hilfreich. Mit dem Meistern von Nadel und Faden lernen Sie ganz nebenbei alles, was gebraucht wird, um Kleidungstücke zu individualisieren und ihnen ein längeres Leben zu geben, wie zum Beispiel mit Sticken, Patchen und Visible Mending, dem schmuckhaftem Stopfen.

Bitte mitbringen:

Textilien: Liebgewonnene Kleidungsstücke und Stoffe;

Scheren: eine kleine Fadenschere, eine Stoffschere;

Nadeln: mit denen wir gut arbeiten können, wie Stopf- und Sticknadeln, Näh- und Quiltnadeln;

Nähring oder Fingerhut leisten gute Dienste;

Garne: das können Stick-, Stopf- und Nähgarne sein, aber auch gröbere Garne, und was zu Hause schon vorhanden ist. Auf Ebay Kleinanzeigen findet man immer mal wieder günstige Angebote; Empfehlung: auf Lichtechtheit und Waschtauglichkeit achten.

Stickrahmen sind nützlich;

Stoff-Stifte zum Anzeichnen;

Papier und Stift zum Musterentwerfen.

Was Sie in der Textilwerkstatt finden:

In der Textilwerkstatt stelle ich meine umfassende Sammlung von Marti Michell Patchwork Schablonen, zwei Schneideunterlagen und Cutter, ein Bügeleisen, einige Bücher und gesammelte Stoffe zur Verfügung.

Ich stehe mit meinem Wissen als Herrenschneiderin und Künstlerin an Ihrer Seite und hoffe, Sie für das Quilten und Upcycling in Gemeinschaft begeistern zu können.

Was Sie in der Textilwerkstatt nicht finden:

Die Treffen sind keinen klassischen Workshops, die allen Teilnehmer:innen die gleichen Schritt für Schritt Anleitungen vorgibt. Wenn wir mit eigenen Ideen teilnehmen, tauchen gezielter Fragen auf und Lösungswege können selbst entdeckt werden. Gemeinsam erforschen wir die Möglichkeiten. Ich stehe mit meinem Wissen individuell zur Verfügung. .

Über das Familienzentrum Quellenpark
Das Familienzentrum Quellenpark ist ein lebendiger Ort, an dem man spielen und lachen kann, sich treffen, kennenlernen und Gemeinschaft leben kann, sich aber auch entspannen oder weiterbilden kann. Entdecken Sie die vielen Möglichkeiten, die sich Ihnen als Familie bieten. Susanne Otte-Seybold, Hebamme von Beruf und Mutter von einer erwachsene Tochter, leitet das Familienzentrum, das in Fußläufigkeit vom
Bahnhof Bad Vilbel liegt.

 
 

Für mehr Information, bei Anregungen, Ideen:

Telefon: 0049 1727774367

Email: carokropff@gmail.com

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